Samsara Circle – The Dark Passenger

Album: The Dark Passenger
Band: Samsara Circle
Internet: Samsara Circle on FB
Note: 8/10

Samsara Circle, die Düsseldorfer Metalband haben sich schon lange als Liveband etabliert. Jetzt sollte das mit dem „Sanctum“ Nachfolger eigentlich auch klappen.
Nach einigen Besetzungswechseln hat sich die Band wohl endlich gefunden und zeigen sich als homogene Einheit, was deutlich auf dem Album „The Dark Passenger zu hören ist. Musikalischer Perfektionismus gepaart mit Herz, Leidenschaft und eine gehörige Portion Eier sind dabei das Grundrezept für ein überdurchschnittliches Metalalbum, das man eigentlich in kein Subgenre einordnen kann.
Da wäre z.B der Opener Song „The Driver’s Song„, der es von Anfang schafft, die Nackenmuskulatur zu strapazieren. Das Riffing ist brutal-brachial und harmoniert sofort mit dem Gesang des Frontmann Oliver Samsara.

Im klassischen Metal Gewand geht es bei „Skeleton Key“ in die vollen. Ein bisschen Pantera, ein bisschen Savatage auf Speed und diverse ausgefeilte Wechsel zwischen progressiven Elementen und explosivartigen Blast Einlagen machen bis hierhin schon die einzelnen Songs in sich abwechslungsreich. Vielleicht ein bisschen zu abwechslungsreich, weil manchmal der rote Faden fehlt. Dadurch wird es für mich Simpelmusikhörer an manchen Stellen etwas anstrengend. Allerdings siegt die Neugier auf das Perfekte Arrangement und freue mich auf „Ketamine Kiss„was äußerst interessant ist. Der Basslauf bzw der gesamte Anfang erinnert mich an die alten Recken von PRONG. Die Gitarrenlinie ist hier absolut erwähnenswert, die sich sofort in den Synapsen festsetzt.
Auch „Pale Waters“ strotz eigentlich vor Energie und bringt den Metalhead alles was man sich wünscht. Drummer Tobsine als klickfester Drummer mit fetten Double Bass Einlagen, die Saitenschwinger Romeo und Micha zeigen in aller Deutlichkeit Ihr Können. Die Stimme dringt fest in die Gehörgänge und wechselt perfekt zwischen Clean and Growls. Auch die Mischung zwischen modernen Metalcore und Oldschool Thrash Metal ist absolut zeitgemäß. Also eigentlich alles top.
Aber wie ich bereits erwähnte, sind mir die Wechsel in den Songs zu vielfältig. Da hätte ich mir etwas mehr Eingängigkeit gewünscht.
Mit der Coverversion „Habit“ von TOVE LO, was es bereits schon als Videoauskopplung gibt, ist noch mal ein Schmankerl mit enthalten, was man so nicht allzu oft zu hören bekommt.

Fazit: Metal in Perfektion. Ein Album, bei dem alles stimmt. Produktion, Artwork sowie die Songs gehen absolut in die Professionalität. Ein Rätsel, das noch kein großes Label angeklopft hat.
Mein persönliches Manko ist tatsächlich die Vielfältigkeit, die ich durchaus schätze und anerkenne, aber mir persönlich einfach zu viel ist

Ersten Kommentar schreiben

Antworten