Rock am Kraftwerk 2018

Acts des Abends:

Colbinger
Alina Sebastian
Julika Elizabeth
Gimme Selters
Mixed up Everything
Cold Shot Reloaded
Bakers Breeze
Petterson

Das war das Rock am Kraftwerk 2018. Auch im diesen Jahr gab es wieder eine Spendenaktion, und zwar an die Froschkönige e.V, die sich in Düsseldorf darum kümmern, das es Kindern in Armut ein klein wenig besser geht.

Das sehen wir als sehr gelungene Aktion von Gerald “Radi” Rademacher. Auch die Bandauswahl war gewohnt gut für das, was der Veranstalter repräsentieren möchte. Obwohl wir uns größtenteils in anderen Gefilden aufhalten, haben wir immer sehr viel Spaß an diesem familiären Open Air am Kraftwerk.
Der Anfang machte “Colbinger“, ein Vollblutmusiker vor den Herren irgendwo zwischen Henning Wehland und Johnny Cash.
Unglaublich gute Texte von diesem sympathischen Herren, gespickt mit ein paar Ansagen, die einen fast immer auch selbst angesprochen haben.
Da der Anfang immer akustisch ist, durfte auch dieses Jahr Alina Sebastian nicht fehlen. Bis jetzt war die junge Dame jedes Jahr dabei und überzeugte dabei immer ein klein wenig mehr. Dieses Jahr strotze Sie vor Selbstbewusstsein und zeigte mal, was wirklich in Ihrer Stimme steckt. Das Programm teilte sich in eigenen Songs, sowie Coversongs, u.a von Amy Winehouse auf. Was aber wirklich toll kam, war die ganz eigene Version von AC/DCs Highway to Hell. Das hat die Dame mit ihrer Akustik Gitarre gut gerotzt. Bevor es aber wirklich richtig los ging, holte Radi noch eine Nachwuchskünstlerin aus Düsseldorf auf die Bühne. Schöne Stimme, wo man mal in Zukunft drauf achten kann Achtet mal auf den Namen Julika Elizabeth
Danach ging es dann auch Band-technisch los.
Mit “Gimme Selters” kam eine Rolling Stones Tribute Band auf die Bühne, die erst mal mit einer kaputten Fußmaschine zurecht kommen mussten. Das kommt davon wenn der Drummer wie ein Tier auf das Drumset einprügelt ;-). Danach ging es aber laut weiter. Überzeugend, lautstark und vom ersten Ton an Stimmung gemacht. Ich persönlich werde nie ein Freund von Tribute Bands werden. Aber wenn man merkt, dass da 1000 % Spaß hintersteckt, dann steckt das an. Das ist nicht wegen Kohle, sondern einfach um Musik zu machen.
Mit Mixed up Everything kam eine absolute Überraschung auf die Bühne. 4 Brüder im Alter von 14-18 Jahre, die es sich zur Aufgabe gemacht haben weltweit sämtliche Bühnen zu beackern. Das haben sie am RaK schon mal sehr schön gemacht.
Auch wenn es viele Coverversionen waren, so hat man gesehen/gehört, welches Potential dahintersteckt. Für uns das Highlight des Tages.

Bevor wir mit der Beschreibung der Bands weitermachen, müssen wir mal was loswerden. Bevor sich ein Leser oder Betrachter der Bilder wundert, dass hier eine Band fehlt, möchten wir kurz erklären warum wir so handeln. Beim Thema Deutschrock sind wir sowieso immer recht kritisch, versuchen aber trotzdem mit dem Klischee/Schubladendenken ein klein wenig vorsichtig zu sein.
Aber wir haben einfach kein gutes Gefühl von der besagten Deutschrock Band etwas zu posten oder zu veröffentlichen. Wir wollen keine Freiwild affine Band im unseren Rooster. Und wir würden auch gerne den Radi dazu raten, da ein bisschen genauer in Zukunft hinzuschauen.
Mit den nicht mehr ganz jungen Herren von Cold Shot Reloaded ging es dann nahtlos weiter. Mit den Frischling Ringo Nischack am Bass wurde nochmals eine Schippe beim Sound drauf gepackt. Die tiefen Töne wummerten anständig aus den Boxen. Und Sänger Uli Hübner erinnert mich immer an eine rheinische Ausgabe von Joe Cocker. Es ist immer wieder eine Freude, der Mimik zu zuschauen. Da wird jeder Ton mitgelebt. So macht Bluesrock richtig Spaß
Mit Bakers Breeze kam dann der US Rock auf die Bühne. Auch hier wurde konsequent gecovert, was das Zeug hält. Es war gut, wirklich gut. Tolle Gitarrenarbeit, sehr geiler Frontmann. Was mir allerdings ein Rätsel bleibt,,,warum möchte man das Drumset nicht im Main Mix haben?? Es ging soviel Druck nach vorne verloren…Gitarren, Stimme und Bass waren 1a..Aber wir wurden aufgefordert, das Schlagzeug etwas herunterzufahren…sehr schade??
Aus den weiten Bremen kamen dann noch die Indie-Rock Band Petterson auf die Bühne. Sehr frische Band, die Ihre Musik noch 25 min spielen durften, aber das taten sie mit Bravour. Tolle Songs, tolle Band. Es wäre schön gewesen, wenn Bands davor sowie der Veranstalter darauf geachtet hätten, das alle das gleiche an Spielzeit haben. So war das etwas bitter für die letzte Band. Aber man soll ja nicht nörgeln… Es war ein toller Tag gewesen, der wahrlich Spaß gemacht hat.

 

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