Feine Sahne Fischfilet – Sturm und Dreck

Band: Feine Sahne Fischfilet
Internet: FB Seite
VÖ: 12.01.2018
Punkte: 9/10

Da wir uns ja auf die Fahne geschrieben haben, gerade die kleinen unbekannten Bands zu supporten, haben wir es heute mit einer Newcomer Band aus Rostock/Greifswald zu tun. Es wird den einen oder anderen geben, der die evtl. schon mal gehört oder gesehen hat und genau da wollen wir ansetzen.
Natürlich Bullshit. So hätte die Einleitung vor 5 oder mehr Jahren ausgesehen. Heute sieht das anders aus. Hosen Support, Rock am Ring Auftritte, eigene Tournee mit ausverkauften Konzerten. Da könnten wieder einige den Ruf nach “AUSVERKAUF” starten. Soll es so sein. Wir hören heute ins neue Album rein und freuen uns auf “Sturm und Dreck”

Es geht los, es geht los…Heute Nacht. Feine Nummer mit Aussage dieses “Zurück in unsere Stadt”. Punkrock in Sauber und viel Druck. Die Bläser schon beim Opener wohl dosiert, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen.
Ich kann immer noch nicht singen und spiele bei “Rock am Ring”…Mensch Monchi, mach dich doch selber nicht nieder. Kennst du einen Punkrock Gröhler, der wirklich singen kann. Gut, ein Peter Hoffmann wirst du in diesen Leben nicht mehr. Aber wenn du “Alles auf Rausch” so schön rumrotzt, machst du doch alles richtig. Eins hast du auf jeden Fall…Wiedererkennungswert. Das hört man unter vielen Bands einfach raus. Mal abgesehen davon, was die stimmliche Qualität angeht, die ja gerne so oft von ach so großen Musikkennern kritisiert wird, habt ihr auch den Vorteil, dass die Texte einfach klasse sind. “Angst frisst die Seele auf” ist da ein Paradebeispiel für.
Überhaupt ist “Sturm und Dreck” sehr abwechslungsreich in seiner Musik. Ein bisschen Streetpunk, ein bisschen Ska, ein bisschen “PULP FICTION”..jaa wirklich, der Anfang von “Schlaflos in Marseille” hört sich an wie der Soundtrack von Quentin Tarantino.  Die Gänsehaut Momente sind ebenfalls dabei. War es letzendes “Zurück am Meer”  ist es diesmal “Alles anders”. Ganz große Nummer die mir einen Schauer über den Rücken jagt.
Dazu kommt auch das akustische Erlebnis. Das Album drückt und hat mal so richtig Punch! Und wer den Dreck sucht, der ist meines Erachtens zu Genüge da. Es ist keine glatt polierte Poppunk Sache, es ist rau, intensiv und authentisch. Allein “Dreck der Zeit” zeigt dem geneigten Hörer die Energie, die hier hinter steckt.
Man könnte jetzt jedes Stück einzeln durchgehen, aber das wäre eine Lobeshymne nach der anderen, was dann auch irgendwie langweilig wäre.
Daher hier einfach mal das Fazit: Sturm & Dreck ist ein fantastisches Punkrock Album, was alles bietet, was man braucht. Wutabbauen mit “Dreck der Zeit, Tanzen und Mitgröhlen mit ” Ich mag kein Alkohol” Tiefgang mit “Alles anders”…
Tolle Produktion, die mir und meiner Anlage Spaß macht und natürlich Monchi…Geiles Ding Jungens

Ersten Kommentar schreiben

Antworten