DEATHLETICS – Life Insurance

Band: Deathletics
Internet: FB SEITE
VÖ: 17.10.2017
Note: 07/10

DEATHLETICS machen Punkrock/Post-Hardcore für alle Lebemänner da draußen, die bereits in den 90ern Vollbart, Karohemd oder Kapuzenpulli trugen, Freunde des Punk, Post-Hardcore und Indie waren und auch heute noch gerne mal 11 Bier gerade sein lassen.
So kann eine wunderbare Freundschaft beginnen und so ist der Anfang der Bandinfo.
Als dann noch das kleine Päckchen kam, war die Vorfreude noch größer auf die Newcomer aus der Nachbarstadt Köln. Man bekam tatsächlich eine LP zugeschickt. Und die muss jetzt auf den Teller.

DEATHLETICS starten mit “Open Ending” den Motor. Kupplung getreten und leicht Gas gegeben, und schon merkt man, das die Maschine wie geölt läuft. Das sind keine Newcomer im herkömmlichen Sinne, das sind alte Hasen.
Das zieht sich bei “Lonely Island” weiter. Musikalische Schubladen kann man in der Richtung “Hot Water Music” suchen, wobei schon genug Eigenständigkeit besteht. Stimmlich fühle ich mich ab und zu an Jan Plewka (SELIG) erinnert.
Im zweiten Gang kommt der Motor immer weiter auf Touren. “When I’m Dead” drückt ein klein wenig mehr auf das Gaspedal und haut ein  bisschen in die MISFITS Kerbe.
Ohh welch wunderschöner Gitarrenanfang bei “Out of the Dirt” und Ohhh..welch schnelles Ende, aber dazwischen ein wunderbares Stück Musik.
Die Produktion könnte hier und da etwas druckvoller sein, man hört was man hören muss. Aber der PUNCH, der die Ärsche tritt, der fehlt beim Hören. Macht aber nicht wirklich was, weil das die Vorfreude auf ein Livekonzert steigern lässt. Wenn man daran denkt, dass so ein Song wie “Habits” nach vorne getreten wird, kann es nur gut werden.

Im Großen und Ganzen muss man sagen, das man hier bekommt was man erwartet. ROCK’N’ROLL!!!
Daher zitiere ich die Bandbio:  Denn die Kölner wissen, wie man 2 Gitarren, 1 Bass, 1 Schlagzeug und 3 Stimmen energiegeladen und unpoliert einsetzt. Selbstironisch, aber mit großer „Have-a-say“-Attitüde ballern DEATHLETICS auf der Bühne und auf ihrem DIY-Debüt—Album „Life Insurance“ krachende Rocksongs raus, die nicht nur auf jeder Human Cannonball-Show gespielt werden, sondern auch Fans von Hot Water Music, The Gaslight Anthem oder Descendents erfreuen dürften. You get it – DEATHLETICS!!!

Fazit: Ein super Album, der Genreübergreifend verschiedene Facetten der Rockmusik aufzeigt. Einziges kleines Manko ist die Produktion. Ungeschliffen und Pur…aber ohne den “ASS KICK”. Den erhoffen wir uns live.
Hören könnt ihr das gesamte Album hier, aber holt euch das Vinyl, es lohnt sich.

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