Broilers & Donots im ISS DOME Düsseldorf

Nachdem wir über den Freundeskreis bereits Karten bezogen haben (Oberrang Reihe 20187, ca 15 km von der Bühne weg) kam die freundliche Zusage von JKP, dass wir eine Pressekarte bekommen. Dafür nochmals ein Riesendankeschön.
Allerdings haben wir uns dazu entschieden, den Abend gemeinsam zu genießen. Und zwar von Reihe 20187 aus.
Fernab der sozialen Kontakte, fernab der monströsen Partystimmung. Stattdessen haben wir ein paar “freundliche” Muttis gehabt, die versucht haben Ihren Kind die beste Sicht zu bieten. Und natürlich gab es auch mal direkt einen Lehrgang über Verhaltensregeln sowie den Vorschlag, ein generelles Alkoholverbot auszusprechen. Liebe Leser, das ist Punkrock…Nicht.

Allerdings sind das nur Randerscheinungen, denn das, was bereits bei der so genannten Vorband vor der Bühne abging, war Eskalation pur gewesen.
Donots sind eine Liveband, wie Sie im Buche steht. Voller Energie wurde 30 min Stimmung gemacht. In 30 min wurde ein Liveset abgebrannt, da braucht so manche Band 60 min. oder länger für. Aber es sind halt alte Hasen im Rockbiz und wissen, was man braucht um Stimmung zu machen. Circle Pit, einen Frontman, der mitten drin steht und eine Band, die auf den Punkt spielt. Und zum Schluss, also das Grande Finale, einen Hit, der die Halle toben lässt. We`re not gonna take it von Twisted Sister. Damit war es aber dann noch nicht ganz vorbei. Es kam noch ein 60 Sekunden Brachialinstrumental, dann war Schluss.
Es war an der Zeit ein paar soziale Kontakte zu pflegen. Und zwar im Raucherbereich, der natürlich ganz unten war. Aber was soll man machen als Süchtiger. Treppen runter, ab in die Open Air VIP Raucherlounge und den blauen Dunst frönen. Natürlich mit einem leckeren Bier dabei. Smalltalk über die Donots, freuen auf die Broilers, ein paar nette Menschen getroffen und einen Fraggle mit DIVISION 88 Shirt. Was soll man machen. Ignorieren geht nicht, also hin zum Security Personal, mal gefragt ob das in Ordnung sei, und zu hören bekommen, das man da nix machen kann. Doch kann man…Zivilcourage beweisen, also selbst herausbefördert und dann die Zustimmung des Personals bekommen. Tut mir Leid, lieber Herr 88, aber da hast du nix zu suchen..
Dann war es soweit. Punkt 21 Uhr kamen die Jungs auf die Bühne, die man 2012 noch im Proberraum zum Interview hatte, die es 2011 gerade mal schafften das Kölner EWerk oder das Düsseldorfer Stahlwerk zu füllen.
Und jetzt stehen hier 12000 Menschen und brüllen sich die Seele aus dem Leib. Der Vorhang fällt und es beginnt ein “Best of” der letzten 20 Jahre auf etwas mehr als 2 Stunden verteilt. Zurück zum Beton, Paul, der Hooligan oder Ruby, Light and Dark sowie die Songs aus dem aktuellen Album “SIC!” fügten sich nahtlos zu einem roten Faden, der durchgehend die gesamte Stimmung im oberen Bereich hielt. Und das nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne. Man hatte nie das Gefühl, dass da eine Band voller Rockstars steht. Es waren die “Broilers” mit 12000 Freunden, die eine riesige Party feierten. Man gehörte dazu, zu diesem Freundeskreis. Das ist genau das, was diese Band so sympathisch macht.
Und da ein jeder weiß, wie lange es dauerte, auf dieser Bühne zu spielen, gab man der lokalen Szene die Möglichkeit sich zu präsentieren. Und zwar in Form des “Ramones” Klassikers Blitzkrieg Bop. Angefangen von Marcus”Opa” Haefs (Cashbar Club), Sebi (Massendefekt) sowie Melly und Co von 4 Promille. Man zollte damit ganz klar den Respekt und den Zusammenhalt einer intakten Szene, was in dieser Form nicht all so üblich ist.
Die gesamte Darbietung der Band, die Show im allgemeinen waren ein Highlight des Konzertjahres 2017 und wir freuen uns auf weitere Aktionen oder Möglichkeiten von JKP (Jochens kleine Plattenfirma).
Das war ein klarer Heimspiel Sieg für die Jungs aus Düsseldorf.

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